Durch den Südwesten der USA Teil III: Vom Bryce Canyon über Zion bis Las Vegas

Reiseziel: Südwesten USA – Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah. Reisezeit: September. Reisedauer: 3 Wochen Reiseart: Mietwagen Rundreise, selbstorganisiert.

Wanderung durch den Bryce Canyon, Utah.

So ihr Lieben, heute geht es endlich weiter mit der dritten Etappe unseres Roadtrips durch den Südwesten der Vereinigten Staaten. Nachdem wir uns im Moab Diner zum Frühstück gestärkt hatten, ging es dann auch schon recht früh los mit unserer Fahrt zum Bryce Canyon.

Doch zuerst:
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VLOG 1 – Ankunft in Los Angeles

Hier findet ihr unsere USA Westküste Playlist.


10. – 11. Tag: Bryce Canyon (Über Capitol Reef NP und Grand Staircase Escalante)

434 km – 5h

Aus dieser Etappe können wir euch nur sehr ans Herz legen, euch von den Autobahnen und Interstates fern zu halten. Stattdessen emfpehlen wir euch die Route durch die Nationalparks. Natürlich kann man innerhalb von drei Wochen nicht alles sehen, aber so bekommt man doch nochmal einiges von der beeindruckenden Landschaft mit.


Durch den Grand Staircase Escalante Nationalpark führt eine tolle Route mit atemberaubenden Ausblicken.

Am Grand Staircase Escalante Nationalpark fährt man einen schmalen Grad entlang, links und rechts geht es jeweils steil nach untern. Man kommt aus dem Gucken gar nicht mehr raus. Unsere Fahrt hat sich bestimmt um die ein oder andere Stunde nur wegen der Fotostopps verzögert. Aber wir sind ja auch im Urlaub und nicht auf der Flucht!

Früh aufstehen lohnt sich hier aber trotzdem allemal, alleine um nicht zu sehr unter Zeitdruck zu geraten. Schließlich möchte man vom nächsten Ziel ja auch noch ein bisschen was mitbekommen.

Unterwegs haben wir im Capitol Reef Nationalpark, im Grand Staircase Escalante Nationalpark sowie im Dixie Nationalforest halt gemacht. Begleitet haben uns dabei die immer wiederkehrenden Warnungen über Waldbränden von denen wir zum Glück nicht so viel mitbekommen haben.

Diese tolle Straße könntet ihr auch entlang fahren.

Erst als es schon Richtung Bryce Canyon ging, haben wir es dann doch gerochen, ein kleiner Hauch von Lagerfeuer oder Grillfest 🙂 Zum Glück waren alle Brände kontrolliert und haben zu keiner Zeit eine ernsthafte Gefahr dargestellt.

Die Einfahrt in den Bryce Canyon verlief völlig problemlos, allerdings waren die meisten Parkplätze schon besetzt. Wir mussten also erstmal etwas herumkurven, bis wir eine Parklücke gefunden hatten. Die Infrastruktur war allerdings Top und man kommt sehr einfach auch zu Fuß von einem Aussichtspunkt zum nächsten.

Leider hat der viele Rauch auch dazu geführt, dass es recht diesig war und die Fotogelegenheiten deshalb nicht ganz so zahlreich. Nachdem wir also verschiedene Aussichtsplattformen abgeklappert hatten, haben wir dann doch noch beschlossen, in den Canyon hineinzuwandern.

Das war unser Glück, denn unten angekommen fühlt man sich wie in einer anderen Welt.

Roadtrip USA Routenplanung Bryce Canyon Utah Queens Garden

Bei der Ausfahrt aus dem Bryce Canyon ist uns dann doch tatsächlich ein riesiger Ford Raptor hinten ins Auto reingefahren. Zum Glück hatten wir nur eine kleine Schramme am Auto und unsere Schuld war es auch nicht. Trotzdem musste natürlich die Polizei kommen und alles aufnehmen, was uns bestimmt einenhalb Stunden gekostet hat.

Allderings können wir sagen, dass die Beamten sehr nett und hilfsbereit waren und wir auch im nachhinein keinerlei Probleme weder mit der Polizei noch mit der Mietwagefirma hatten (Wir hatten unser Auto bei Sixt gemietet).

Übernachtet haben wir dann in Panguitch, dem nächstgelegenen Ort zum Bryce Canyon. Unser B&B war wirklich klasse, richtig gemütlich mit tollen Zimmern, sehr nettem Service und einem 1a Frühstück: Panguitch House Bed and Breakfast*.


12. – 13. Tag: Zion Nationalpark

140 km – 2 h

Obwohl wir sehr früh losgefahren sind um nicht zu spät im Zion Nationalpark anzukommen, hat sich die Fahrt dann doch länger gezogen als wir dachten. Das lag vor Allem daran, dass die Einfahrt in den Park reguliert ist, und nur immer wenige Auots die Straße passieren können.

Zion Nationalpark Roadtrip USA durch die Narrows wandern Springdale Utah Bryce Canyon

Zum anderen lag es aber auch an der Parkplatzsuche, denn Zion hat nur einen sehr kleinen Bereich für Autos und keine Overflow Alternative. Ein Shuttle fährt zwar die Parkplätze in der Stadt an, diese sind aber teuer.

Wir haben bestimmt nochmal einenhalb Stunden mit der Suche verbracht, als wir endlich Glück hatten und jemand rausgefahren ist.

Info: Solltet ihr selbst auch mal in der Situation sein, im Zion Nationalpark keinen Parkplatz zu finden, kommt besser nicht in Versuchung und parkt außerhalb der gekennzeichneten Flächen. Wir haben einige Auots gesehen, die abgeschleppt wurden.

Deshalb war es dann auch schon mittags, als wir endlich los konnten. So hatten wir das eigentlich nicht so ganz geplant, denn eigentlich wird empfohlen, möglichst früh dazusein, um den Menschenmassen zu entgehen

Dieses Zeitfenster hatten wir leider verpasst und musst uns mehr oder weniger mit halb Nordamerika sowie dem Rest der Welt durch die Narrows schieben. die Narrows, das ist ein Netzwerk aus Canyons, die den Zion Nationalpark durchziehen und eigentlich auch alle Wasser führen. Man muss also durch einen mehr oder weniger tiefen Gebirgsbach waten, um voran zu kommen. Dafür wird man mit atemberaubender Natur belohnt und fühlt sich wie ein richtiger Abenteurer.

Immerhin verläuft es sich nach den ersten Kilometern etwas, da viele die Lust verlieren und wieder umkehren oder erst gar nicht das richtige Equipment dabei haben.

Apropos Equipment: An der Touristinfo und am Parkeingang kann man Equipment gegen eine Gebühr leihen, wenn man die Narrows wandern möchte. Normale Schuhe saugen sich mit Wasser voll und sind dann unter Umständen nicht mehr angenehm zu tragen.


Wir hatten Trail Schuhe dabei, die wir auf allen Wanderungen gertragen haben und die drainagiert waren, so dass das Wasser problemlos ablaufen kann. Mit diesen sind wir absolut super zurecht gekommen, auch ohne weiter Isolation. Ähnliche Schuhe für Outdooraktivitäten aller Art findet ihr hier*.


Die Stöcke hingegen solltet ihr unbedingt ausleihen. Ohne sie oder auch mit Aluminium-Wanderstöcken kommt man nicht weit und den Halt braucht man unbedingt, da der Boden extrem uneben ist und das Wasser zum Teil starke Strömungen aufweist.

Alles in allem sind die Narrows definitv eine anstrengende aber sehenswerte Tour. Man sollte die Wassertiefe und das Terrain aber keinesfalls unterschätzen.

So oder so haben wir uns nach dieser Tour auf unser AirBnB gefreut, das laut Beschreibung mitten im Wald liegen und etwas ganz Besonderes sein sollte. Wir wurden definitv nicht enttäuscht. Aber guckt es euch selber an:

Zion Nationalpark Roadtrip USA durch die Narrows wandern Springdale Utah Bryce Canyon

Das kleine Häuschen hatte wirklich alles, was man sich nur wünschen kann. Ein kuscheliges Bett, ein ausklappbares Dach, Outdoorküche, Dusche, Lagerfeuer, French Press und noch viel mehr.

Ganz einfach zu finden war die Hütte übrigens nicht, allerdings gaben uns die Vermieter eine sehr gute Wegbeschreibung, mit der wir dann doch relativ problemlos hingefunden haben.

Es war zwar schon spät bei unserer Ankunft und die Sonne schon fast untergegangen, aber rund um das Häuschen waren Lichterketten installiert, die uns den Weg gewiesen haben und alles wie im Märchen haben wirken lassen.

Wir können diese Unterkunft aufs Wärmste weiterempfehlen, vor allem denjenigen, die besonders gerne in der Natur sind und es trotzdem bequem haben möchten, plus ein bisschen Lagerfeuerromantik 😉

Die Unterkunft kannst du über diesen Link auf AirBnB buchen.


14. – 16.Tag: Las Vegas (über Valley of Fire)

302 km – 1:30 h (Zeitzonenwechsel!)

Leider mussten wir unser kleines Waldhäuschen am nächsten Tag schon wieder verlassen. Das fiel uns gar nicht so leicht und deshalb haben wir morgens auch etwas rumgebummelt und erstmal gemütlich einen Kaffee getrunken

Unsere weitere Route hat uns dann weiter durch tolle Landschaften und das Valley of Fire geführt. Dabei handelt es sich um einen State Park (kostet extra!) aus bizarren, roten Felsformationen.

Wer allderings glaubt, das Valley of fire würde in etwas so aussehen wie Arches oder Bryce, er irrt sich. Die roten Steine sind wieder mal ganz anders und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Eines der Highlights im Valley of Fire ist wahrscheinlich die Firewave, eine besonders schöne und bunte Felsformation, die auch oft fotografiert wird. Allerdings muss man bis dorthin ca. 30 min zu Fuß gehen (und auch wieder zurück) und dass bei einer Gluthitze von über 40°C. Wir haben es daher sein lassen und sind weiter nach Las Vegas gefahren (Den Hoover Dam haben wir übrigens auch ausgelassen).

Las Vegas liegt wie ein riesiger Moloch mitten in der Wüste und glitzert in der Sonne. Der Kontrast war wirklich extrem. Weit und breit nur Sand und Felsen, keinerlei Leben, und dann mitten im Nirgendwo so viel Glamour.

Eigentlich sind wir ja eher Naturliebhaber, aber Las Vegas darf auf einer Tour durch den Südwesten der USA natürlich nicht fehlen. Gewohnt haben wir übrigens im Palazzo*, weil wir die Erfahrung machen wollten, in einem richtigen Strip Hotel zu wohnen.

Bei unserer Recherche haben wir auch nach AirBnBs und günstigeren Alternativen gesucht, mussten dabei allerdings feststellen, dass die meisten recht ab vom Schuss liegen. Eine zentrale Lage war uns aber wichtig, da wir die Stadt auch zu Fuß erkunden wollten. Falls ihr einen Geheimtipp kennt, wo man in Las Vegas gut, günstig und zentral übernachten kann, schreibt es gerne in die Kommentare.

Unsere Zeit in Las Vegas haben wir eigentlich hauptsächlich damit verbracht, den Strip auf und ab zu bummeln. Wir waren im Venetian, im Ceasars Palace, Bellagio, New York, Luxor, Cosmopolitan.

Eine Show haben wir leider nicht besucht, dafür waren wir im Wicked Spoon zum Abendessen. Einen Vlog dazu haben wir übrigens auch gedreht.

Große Spieler sind wir übrigens nicht, aber wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, etwas Roulette zu spielen und haben tatsächlich etwas gewonnen. Dann ist unsere Glückssträne allerdings abgebrochen und wir sind mit einem kleinen Gewinn wieder abgereist.


Das ist jetzt der dritteTeil unserer Route durch den Südwesten der USA und weitere folgen bis wir die gesamte Route zusammen haben 🙂

Roadtrip USA Teil 1 – Los Angeles bis Joshua Tree

Roadtrip USA Teil 2 – Grand Canyon bis Moab

Lasst uns gerne euer Feedback und eure Fragen da, egal ob ihr selber eine Reise plant oder nur aus Interesse fragt!

Weitere Infos, wie Kosten, Flüge, etc gibt’s übrigens in diesem Beitrag:

Roadtrip durch den Südwesten der USA


Unsere Ausrüstung – Das haben wir immer dabei:

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Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Hallo ihr 2,
    wollte noch unbedingt weiterlesen, wie eure Route weiter verlaufen ist…
    Der Bryce Canyon sieht wirklich superinteressant aus! Schade, dass der Ausblick so diesig war.
    Oh, und dieses Bett mitten im Wald! Hammer! Werde ich mir merken. 🙂

    Liebe Grüße
    Iris von Ich Reise Immer So

    1. Liebe Iris, sorry, dass du so lange auf eine Antwort warten müsstest, aber wir sind erst dieses Wochenende aus dem letzten Urlaub zurückgekommen 🙂 Im Bryce Canyon war es wirklich toll, trotz der Waldbrände! Falls du mal in der Gegend unterwegs bist, versuche versuche auf jeden Fall den A-Frame zu buchen, es war ein unvergleichliches Erlebnis <3 Liebe Grüße, Nora

  2. Hallo Nora und Patrick!
    Großes Lob an euch zwei für die gelungene Website und den tollen Artikel. Hat echt spaß gemacht den Beitrag zu lesen und die Fotos sind auch klasse geworden. Vor allem die Unterkunft im Nationalpark beeindruckt mich immer noch sehr! Wir haben zwar schon so einiges über Instagram mitbekommen aber der ausführliche Bericht und die Tipps waren wirklich nochmal lesenswert.
    Wir wünschen euch auf euren Reisen weiterhin viel Spaß!
    Liebe Grüße
    Alina und Martin

    1. Hallo ihr zwei,
      Wie schön von euch zu hören 🙂
      Vielen Dank für euren lieben Kommentar.
      Vielleicht seid ihr ja auch mal in Utah oder Kalifornien unterwegs und könnt dort übernachten.
      Wir sind auf jeden Fall gespannt, was auf eurer Reiseroute noch so alles ansteht!

      Liebe Grüße
      Nora und Patrick

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