Durch den Südwesten der USA Teil IV: Vom Death Valley über Sequoia bis Yosemite

Heute gibt’s die vierte und vorletzte Etappe unserers Roadtrips durch den wilden Westen Nordamerikas. Wir sind früh in Las Vegas gestartet, haben ein paar Fotostopps im überraschen „kühlen“ Death Valley gemacht und in Exeter übernachtet. Am nächsten Tag ging es weiter den Generals Highway entlang durch den Sequioa Nationalpark bis ins Goldgräberstädtchen Mariposa. Der letzte Tag war dann nur für den Yosemite Nationalpark reserviert, in dem man auch locker zwei Wochen nur mit Wandern verbringen könnte.

Reiseziel: Südwesten USA – Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah. Reisezeit: September. Reisedauer: 3 Wochen Reiseart: Mietwagen Rundreise, selbstorganisiert.

Roadtrip Südwesten USA Death Valley Zabriskie Point

Einen guten Überblick über die genaue Route bekommt ihr bei Carolin von Travel Shortcut.

Wenn ihr euch für die anderen Abschnitte unserer Reise interessiert, findet ihr diese hier:

Roadtrip USA Teil 1 – Los Angeles bis Joshua Tree

Roadtrip USA Teil 2 – Grand Canyon bis Moab

Roadtrip USA Teil 3 – Vom Bryce Canyon bis Las Vegas

Doch zuerst:
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VLOG 1 – Ankunft in Los Angeles

Hier findet ihr unsere USA Westküste Playlist.


13. Tag: Death Valley/ Exeter

565 km – 6h

Um 6:00 Uhr früh mussten wir aufstehen, um den großen Streckenabschnitt von Las Vegas bis Exeter an einem Tag zu bewältigen. Immerhin wollten wir uns auch ausgiebig Zeit lassen für Sightseeing und Fotostopps. Zudem gibt es keine direkte Straße durch den Sequoia Nationalpark, weswegen man komplett außen herum fahren muss. Das kostet Zeit und Kilometer.

Ins Death Valley ist man von Las Vegas aus allerdings schnell gefahren. Man kann am Thermometer regelrecht mit nach oben zählen, so schnell klettern die Temperaturen. Trotzdem waren wir fast enttäuscht, als es am heißesten Punkt nur 109°F hatte, knapp 43°C. Manchmal kann es hier nämlich bis zu über 50°C heiß werden.
Mit dem Auto sollte man deshalb aufpassen: Ältere Modelle können schonmal überhitzen und oft wird empfohlen, die Klimaanlage auszuschalten. Falls man es denn aushält.

Zabriskie Point

Roadtrip Südwesten USA Death Valley Zabriskie Point

Unseren ersten Fotosopp haben wir am Zabriskie Point gemacht. Die Aussichtsplattform dort ist ein beliebter Zwischstopp für Touristen und gar nicht schwer zu finden, denn die vielen Reisebusse weisen einem schon von Weitem den Weg. Der Blick über die bizarre Wüstenlandschaft lohnt sich aber allemal.

Einen weitern Stopp haben wir dann noch bei der Touristeninfo eingelegt. Dort bekommt man auch eine Karte sowie weiteres Infomaterial zum Park und seinen Sehenswürdigkeiten. Die ein oder andere kleine Wanderung kann man im Death Valley auch machen, allerdings nicht zur Mittagszeit und nur mit genügend Wasser. Ob das dann so viel Spass macht, wagen wir aber zu bezweifeln.

Weiter Stopps haben wir dann noch beim Devil’s Golf Course und den Mesquite Sand Dunes eingelegt. Gerne hätten wir noch die große Salzebene gesehen, aber wir mussten weiter, weil wir noch vor Sonnenuntergang in Exeter sein wollten.

Roadtrip Südwesten USA Death Valley Zabriskie Point

Übernachtet haben wir dann in Exter, ein kleines Städtchen in der Sierra Nevada, das nicht weit entfernt vom Sequoia Nationalpark liegt. Auch hier haben wir uns wieder für ein AirBnB entschieden, da uns die Hotels größtenteils zu unpersönlich und zu teuer waren.

Leider hatten wir nicht viel Zeit um Exeter zu erkunden, da wir am nächsten Tag schon weiter mussten um genug Zeit für Sequoia und die Weiterfahrt nach Mariposa zu haben.

Sierra Nevada

Die morgendliche Autofahrt durch die Sierra Nevada war wirklich atemberaubend schön und man konnte sich gar nicht so recht vorstellen, wo auf einmal die großen Sequoias herkommen sollen.


14. Tag: Sequoia Nationalpark/ Mariposa

320 km – 5 h

Die Einfahrt in den Sequoia Nationalpark war ziemlich unspektakulär. Irgendwie hatten wir dichte Wälder und beeindruckende Baumriesen erwartet. Stattdessen ging es weiter durch die Steppe. Ganz brav haben wir am Eingang wieder unseren America-the-beautiful Pass vorgezeigt, so dass wir keinen Eintritt bezahlen mussten.

Kurz nach der Einfahrt in den Park ging es dann in Serpentinen den Berg hoch. Allerdings nicht besonders lange, denn schon bald standen wir an einem Stoppschild, an dem wir gebeten wurden 45 Minuten zu warten. Baustelle! Der Verkehr wurde hier einspurig vorbeigeleitet. Groß gestört hat uns das aber nicht, bei dieser Aussicht.

Als wir dann endlich oben auf der Bergkette angekommen waren, hat sich auch die Landschaft verändert. Und wie! Aufeinmal waren wir mitten im Wald. Der General’s Highway schlängelt sich richtig verwunschen an den alten Baumriesen vorbei und man fühlt sich richtig klein und fast wie im Urwald. Das viele frische Grün war außerdem eine richtig angeheme Abwechslung, nach den vielen Wüstenlandschaften. Allerdings ist es da oben auch etwas kühler, daher empfiehlt es sich einen leichen Pullover oder dünne Jacke bereit zu haben.

Spaziergang um die Crescent Meadow

Roadtritp Südwesten USA Sequoia Nationalpark Kalifornien

Unseren ersten Stopp haben wir dann bei der Crescent Meadow eingelegt. Diese Runde haben wir in unserem kleinen Wanderführer* gefunden, den wir dabei hatten. Der Spaziergang dauert etwa 40 min, kann aber auch verlängert werden.

Wichtig ist jedenfalls, dass man alle Kosmetika und Nahrungsmittel in den großen Metallkisten wegschließt. Andernfalls lockt der Geruch gerne mal Bären an, die überhaupt keine Probleme damit haben, in die Autos einzubrechen. Auf einem Roadtrip ist das natürlich nicht so toll, also haben wir erstmal unsere Kulturbeutel aus den Koffern gekramt und samt unserer Styroporkühltruhe weggeschlossen.

General Grant und General Sherman

Danach ging es weiter zu den zwei größten Sequoias der Welt. Der General Sherman Tree ist der größte Baum der Welt, bzw. sogar das größte Lebewesen der Welt. Der General Grant dagegen ist der höchste Baum. So oder so, beide sind gigantisch und mehrere tausend Jahre alt. Was die beiden wohl schon so alles gesehen und erlebt haben? Viel größer werden sie allerdings nicht werden, da die riesigen Massen inzwischen schon nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden können.

Am Ende des Tages sind wir dann weitergefahre nach Mariposa. Die Sierra im Abendlicht war nochmal magischer als am frühen Morgen und wir haben gefühlt alle paar Meter angehalten, um Fotos zu machen. Deshalb war es dann auch schon dunkel, als wir in unserem B&B angekommen sind: Das Engvadonia Yosemite B&B.

Das lag zwar vor Yosemite, so dass man doch noch ein ganzes Stück hinfahren musste, war allerdings dafür sehr günstig. Die einzig andere Alternative ist die Übernachtung in einer der Lodges direkt im Yosemite Nationalark und das kostet. Wir waren jedenfalls sehr zufrieden, denn unsere Gastgeber waren total herzlich und haben uns mit allerlei Tipps und Wanderemfpehlungen versorgt. Wir würden jederzeit wieder dort übernachten, alleine schon wegen des tollen Frühstücks 🙂


14. – 16.Tag: Yosemite Nationalpark

52 km – 1 h

Am nächsten Tag hieß es dann wieder früh Aufstehen um möglichst den ganzen Tag in Yosemite nutzen zu können. Wir hatten hier zwei Nächte gebucht, um wirklich den ganzen Tag zum Wandern zu haben. Unsere Gastgeber haben uns die Wanderung zu den Nevada Falls und den Vernal Falls empfohlen, da viele andere Flussläufe im September wegen der Trockenheit schon kein Wasser mehr führen.

Wanderung zu den Vernal Falls und Nevada Falls

Roadtrip Südwesten USA Yosemite Nationalpark Kalifornien
Der Vernal Fall.

Die Wanderung ist nicht zu unterschätzen, da es in Yosemite doch einige Höhenmeter zu überwinden gibt. Mittelmäßig fit sollte man also schon sein und möglichst nicht unter Zeitdruck stehen. Ausgeschrieben war die Route mit 4 Stunden Gehzeit, wir haben aber fast 6 Stunden gebraucht mit Fotografieren und Pausen.

Ein kleines Stück direkt am Vernal Fall ist für Leute mit Höhenangst eventuell nicht ganz so toll. Ich habe es aber auch geschafft. Es ist wirklich nicht lang und wenn man es erstmal hinter sich hat, erwartet einen eine richtig spektakuläre Landschaft, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Roadtrip Südwesten USA Yosemite Nationalpark Kalifornien Nevada Falls

Der Aufstieg zum Nevada Fall ist dann nochmal ziemlich anstrengend, aber auch spannend und mit einiger Kletterei verbunden, jedoch auch für Leute wie mich mit Höhenangst sehr gut zu gehen. Ziemlich fertig waren wir dann allerdings schon, als wir oben ankamen. Da war dann erstmal Pause angesagt.

Was man aber auf keinen Fall tun sollte: In den kleinen Pools oben über den Wasserfällen im Yosemite Nationalpark baden. Auch wenn es noch so verlockend ist, hat das Wasser hier eine ziemliche Strömung und immer wieder sterben Leute bei dem Versuch darin zu schwimmen, weil sie die Wasserfälle hinuntergezogen werden!

Roadtrip Südwesten USA Yosemite Nationalpark Kalifornien

Der Abstieg, nachdem man oben bei den Vernal Falls angekommen ist, gestaltet sich dann deutlich leichter zu gehen. Trotzdem waren wir schon ganz schön müde, als wir wieder unten ankamen. Und wir wollten doch noch zum Glacier Point, um den Half Dome im Abendlich anzuschauen!

Glacier Point und Half Dome

Info: Wer den Half Dome besteigen möchte, braucht dafür eine offizielle Erlaubnis, die man beantragen muss. Größtenteils werden Diese wohl verlost, so dass man erst vor Ort erfährt, ob man überhaupt hinaufwandern darf. Falls ihr die Tour also gerne machen wollte, informiert euch vorher nochmal.

Also schnell zum Auto und die lange, kurvige Straße zum anderen Ende des Yosemite Nationalparks gefahren! Gerade rechtzeitig sind wir dann noch gekommen, um den Sonnenuntergang mitzuerleben. Da haben wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, noch dieses bekannte Foto nachzustellen, das ihr unten seht.

Vom Glacier Point aus hat man wirklich spektakuläre Ausblicke und auch einige Wanderungen gehen hier los. Zeit war dafür aber leider keine mehr und so mussten wir uns dann doch langsam auf den Rückweg machen. Energie hätten wir so oder so keine mehr gehabt, nach den ganzen Anstrengungen und Eindrücken.

Roadtrip Südwesten USA Yosemite Nationalpark Kalifornien
Der Half Dome am Glacier Point im Abendlicht.

Am Abend haben wir uns dann richtig auf unser B&B gefreut und auf ein ordentliches Abendessen. Geholt haben wir uns dann was bei Taco Bell 😛 Welches übrigens unser Lieblings-Fastfood-Restaurant auf diesem Trip war, das erfahrt ihr im letzten Teil unserers Reiseberichts.


Das ist jetzt der vierteTeil unserer Route durch den Südwesten der USA und weitere folgen bis wir die gesamte Route zusammen haben 🙂

Lasst uns gerne euer Feedback und eure Fragen da, egal ob ihr selber eine Reise plant oder nur aus Interesse fragt!

Weitere Infos, wie Kosten, Flüge, etc gibt’s übrigens in diesem Beitrag:

Roadtrip durch den Südwesten der USA


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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Yosemite sieht wirklich aus wie ein Paradies! Wunderschöne Fotos! 🙂
    Da muss ja jede Wanderung länger gehen bei so vielen schönen Fotospots…
    Laufen da eigentlich auch Bären rum?

    Liebe Grüße
    Iris von Ich Reise Immer So

    1. Hey Iris, also ich persönlich würde ja auch gerne mal im Backcountry wandern, denn die erschlossenen Teile der Nationalparks bleiben einfach doch sehr touristisch, selbst die langen Wanderungen. Aber so ist es nun mal an schönen Orten, dass sie eben oft geteilt werden müssen 😉 Bären gibt es da angeblich zu Hauf, deshalb müssen auch alle Lebensmittel in extra Metallboxen untergebracht werden. Gesehen haben wir allerdings keine (leider oder zum Glück?)

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