Durch den Südwesten der USA Teil V: Highway No 1 – Monterey, Big Sur, LA

Heute kommen wir zum letzten Abschnitt unserer USA Rundreise. 21 Tage waren wir unterwegs, haben mehr erlebt und gesehen als wir es uns vorstellen hätten können. Aber ein paar Highlights haben noch auf uns gewartet: San Francisco und Den Highway No 1 hinunter gen Süden zu fahren.

Reiseziel: Südwesten USA – Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah. Reisezeit: September. Reisedauer: 3 Wochen Reiseart: Mietwagen Rundreise, selbstorganisiert.

Venice Beach Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Doch zuerst:
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VLOG 1 – Ankunft in Los Angeles

Hier findet ihr unsere USA Westküste Playlist.


16. – 17 Tag: San Francisco

270 km – 3h

Mit einem hatten wir sicherlich nicht gerechnet. Den Temperaturen in San Francisco. Nachdem wir quasi direkt aus der Wüste kamen und es auch im Yosemite Nationalpark immer noch heiß war, waren wir sicher, dass uns auch in der City by the Bay warme Temperaturen erwarten würden.

Dem war leider gar nicht so. Stattdessen froren wir bei 15°C und einem ziemlich kalten Wind. Tatsächlich war es so kalt, dass wir bei Fisherman’s Wharf uns noch extra Fleecejacken kaufen mussten, weil wir es sonst nicht ausgehalten hätten.

San Fransisco golden Gate bridge Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Untergekommen sind wir übrigens in Potrero Hill, einem Stadtteil etwas oberhalb von Downtown San Francisco. Obwohl es nicht ganz so günstig war (aber das wäre es in SF wohl auch anderswo nicht gewesen), haben wir uns dort sehr wohlgefühlt.

Dank Uber waren wir gut angebunden und sind innerhalb von Minuten für kleines Geld überall hingekommen. Restaurant-technisch können wir in Potrero Hill die Goat’s Hill Pizzeria empfehlen. Sie lag in Gehweite unserers Apartments und die Pizza war wirklich hervorragend. Aufs Geld sollte man in San Francisco allerdings nicht so genau schauen, sonst wird man schnell ziemlich deprimiert.

Ein Tag in San Francisco – Bike the Bridge

San Fransisco Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Da wir nur einen Tag in SF verbracht haben, hat sich die Frage gestellt, wie wir diesen am besten Nutzen. Letztendlich haben wir uns für „Bike-the-Bridge“ entschieden. Direkt bei Fisherman’s Wharf kann man sich Fahrräder ausleihen, über die Golden Gate Bridge radeln und am anderen Ufer in Sausalito wieder mit der Fähre übersetzen. Die Tour mit Leihfarrad kostet ca. 30 €, mit E-bike 50 €, Fährenticket nicht inklusive.

Oben auf der Brücke waren wir dann ziemlich froh um unsere extra erworbenen, dicken Jacken, denn der Wind wurde immer stärker und hätte uns fast von der Brücke gepustet 😉 Wirklich angenehm war die Radelei da oben nicht so wirklich: Nebel, ein eisiger Wind und ziemlich verrückte Rennradfahrer haben uns das Radfahren ganz schön schwer gemach. Jedenfalls waren wir froh, als wir sicher auf der anderen Seite angekommen sind.

In Sausalito selbst kam dann sogar die Sonne heraus und es wurde ein richtig schöner, sonniger Tag. Sausalito ist ein sehr wohlhabender, vorgelagter Teil von San Francisco mit vielen Restaurants und Geschäften, allerdings auch sehr touristisch. Hier haben wir ein paar Cocktails getrunken, sind in der Sonne gesessen und danach per Fähre wieder zurück zu Fisherman’s Wharf gefahren.

San Fransisco Painted Ladies Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Den zweiten Tag haben wir dann genutzt, um eine weitere Sehenswürdigkeit von San Francisco anzuschauen: Die berühmten Painted Ladies. Bunte, viktorianische Häuser, die angeblich vor Allem durch die Serie „Full House“ Berühmtheit erlangt haben. Tatsächlich fanden wir die bunten Häuschen zwar durchaus charmant, für mehr als einen kurzen Fotostopp war uns die Zeit dann aber doch zu schade. Deshalb haben wir uns schon bald auf den Weg zum Anfang des berühmten Highway No 1 gemacht.


18. – 19. Tag: Highway No 1 bis Morro Bay

375 km – 4:30 h

Monterey Bay Aquarium

Unseren ersten Stopp auf unserer Fahrt nach Süden haben wir in Monterey gemacht. Eigentlich hauptsächlich weil in den meisten Reiseführern steht, dass hier ein guter Ort für ein Päuschen und ein bisschen Sightseeing ist. Tatsächlich ist Monterey ein ziemlich charmanter Fischerort, allerdings auch nicht wenig touristisch.

Monterey Bay Aquarium Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Wir haben beide lange überlegt, ob wir uns einen Besuch im Moneterey Bay Aquarium leisten sollen. Mit $50 USD immerhin ein nicht ganz billiges Vergnügen. Letztendlich haben wir uns dann doch noch dafür entschieden, denn schließlich kommen wir so schnell nicht wieder her. Und man ist ja im Urlaub…

Inzwischen können wir sagen: Obwohl der Eintritt ziemlich happig ist, es lohnt sich! Die Becken sind riesig, naturnah und artgerecht gestaltet und man kann sich kaum satt sehen an den vielen buntern Fischen, Schildkröten, Quallen und Pinguinen. Wir bereuen unseren Besuch in keinster Weise.

Monterey Bay Aquarium Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Anschließend waren wir noch in Bubba Gump’s Shrimp Co essen. Und ja, die gibt es wirklich. Als Forrest Gump Fan wollte ich da natürlich unbedingt hin, obwohl ziemlich klar war, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine Touristenfalle handelt. So war es dann auch ein bisschen, aber das Restaurant war so liebevoll gestaltet, mit so vielen witzigen Details und Anspielungen auf den Film, dass es auch irgendwie wieder ok war.

Insgesamt können wir Monterey als Zwischenstopp definitiv empfehlen, denn hier gibt es wirklich viel zu sehen und zu tun. Von anderen Reisenden haben wir übrigens gehört, dass man hier auch ganz toll zum Wale beobachten aufs Meer hinaus fahren kann. Dazu hat uns leider die Zeit gefehlt, aber beim nächsten Mal steht das unbedingt auf unserer Liste.


Big Sur, Pfeiffer State Park und Pebble Beach

Big Sur gilt mitunter als schönster Streckenabschnitt des Highway No 1. Leider gibt es dort oft Erdrutsche und die Straße ist deshalb immer wieder auch für längere Zeiträume nicht befahrbar. Wir hatten aber Glück, denn im Juli (kurz vor unserer Reise) wurde die Straße wieder freigegeben.

Kurz vor Big Sur gab es aber noch ein anderes Highlight, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Den 17-Mile-Drive am Pebble Beach bei Carmel-by-the-Sea. Der kleine Ort an sich ist schon einen Besuch wert und bietet sich ebenfalls für eine kleine Pause an.

Highway 1 Pebble Beach Roadtrip USA Westküste Nationalparks
Die einsame Zypresse, Cypress Overlook.

Der 17-Mile-Drive bietet mehrere unverbaute Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlandschaft der Monterey Halbinsel und ist deshalb auch bevorzugter Wohnort der oberen Zehntausend. Es gibt hier viele exklusive Hotels und insgesamt drei Golfplätze. Leider ist der 17-Mile-Drive auch nicht kostenlos befahrbar sondern nur gegen eine Gebühr von ca. $10 USD. Aber es lohnt sich!

Highway 1 Big Sur Roadtrip USA Westküste Nationalparks
Big Sur.

Big Sur entlang zu fahren war ein wirklich tolles Erlebnis und wir können es nur jedem empfehlen, der gerne die Landschaft und Natur Kaliforniens erleben möchte. Auf jeden Fall sollte man genug Zeit und eventuell mehrere Übernachtungen einplanen, damit man sich nicht hetzen muss

Wir haben locker den ganzen Tag gebraucht, um bis Morro Bay zu fahren und am Schluss lag die Szenerie schon zum großteil in der Dunkelheit, weil wir einfach nicht schnell genug vorangekommen sind (zu viele kleine Fotostopps, alle 100 Meter gab es etwas Neues zu sehen.).

Dann zog auch noch der Nebel auf und auf einmal fühlten wir uns wie in einem englischen Krimi.

Highway 1 Big Sur Roadtrip USA Westküste Nationalparks
Julia Pfeiffer State Park und Pigeon Point.

Weitere beliebte Stopps sind übrigens der Julia Pfeiffer State Park und Pigeon Point. Der Pfeiffer State Park ist vor Allem wegen der Aussicht auf den 24m hohen Wasserfall bekannt, der direkt ins Meer rauscht. Offenbar kann man sogar hinunter wandern, das haben wir allerdings aus Zeitgründen nicht gemacht, wäre aber bestimmt ein toller Ausflug gewesen.

Von Pigeon Point aus hat man nochmal tolle Ausblicke auf den Pazifik. Besichtigen kann man den Leuchtturm seit 2001 leider nicht mehr aber im Haus des Leuchtturmwärters gibt es eine Jugendherberge, in der man übernachten kann.

Als wir am späten Abend in Morro Bay angekommen sind, war es schon wieder ziemlich dunkel aber zum Glück haben wir ohne Probleme zu unserem AirBnB gefunden. Unsere Gastgeber waren mal wieder sehr herzlich und es hat uns fast Leid getan, dass wir nur eine Nacht geblieben sind. Unsere Unterkunft findet ihr hier: Seaside Village Cottage.


20. – 21. Tag: Morro Bay bis Santa Monica

350 km – 4 h

Unsere letzten Tage haben wir dann genutzt, um nochmal ein bisschen LA zu erkunden. Endlich konnten wir Venice Beach erleben, wie es tagsüber ist. Bei unserer Ankunft am frühen morgen war hier nämlich nicht so viel los. Aber am späten Nachmittag, wenn gerade die Sonne untergeht, fängt der Trubel an.

Venice Beach Roadtrip USA Westküste Nationalparks

Skateboarder, Fitnessbegeisterte, Strandspaziergänger. Alle sind unterwegs und Flanieren die Venice Promenade entlang. Wir haben die Gelgenheit genutzt und uns auch nochmal ein bisschen unters Volk gemischt und die Atmosphäre genossen.

Ebenfalls besucht haben wir dann auch noch das Griffith Observatory. Bei unsere Ankunft sind wir da auch schon vorbeigefahren, haben aber keinen Parkplatz gefunden. Da wir immer noch müde vom Jetlag waren und generell von der vielen Fahrerei ziemlich KO, haben wir diesen Besuch dann auf später verschoben.

Geparkt haben wir diesmal für ca. $6 USD/h am Straßenrand und mussten noch ein Stückchen den Berg raufwandern

Los Angeles Griffith Observatory Roadtrip USA Westküste Nationalparks
Griffith Observatory.

Das Griffith Observatory ist wahrscheinlich einer der schönsten Aussichtspunkte mit unverbautem Blick über LA. Wer möchte kann sich aber auch ausführlich über Astronomie informieren, das Samuel Oschin Planetarium besuchen (gegen Gebühr) oder das historische Zeiss Teleskop besichtigen (kostenlos)

Los Angeles Griffith Observatory Roadtrip USA Westküste Nationalparks
Blick über LA vom Griffith Observatory.

Insgesamt haben wir es an unserem letzten Tag ziemlich gemütlich angehen lasse. Wir wollten einfach nochmal die warme, kalifornische Sonne und den Ausblick über die Stadt genießen und vielleicht ein bisschen durch Hollywood cruisen.

Dabei können wir auch noch eine Fahrt über den Mulholland Drive empfehlen. Wenn ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, kostet euch das überhaupt nichts. Falls ihr keinen mobilen Untersatzt habt, gibt es auch Touren in offenen Jeeps, die man buchen kann. Der Mulholland Drive führt auf Serpentinen durch die Hollywood Hills und bietet ebenfalls ein tolles Panorama über die Stadt.

Übernachtet haben wir diesmal übrigens hier: Venice House.
Die Unterkunft war super zentral, allerdings war der Parkplatz am Haus für unseren SUV fast zu klein, und das Parken wurde zum Abenteuer. Hat aber am Ende dann doch alles irgendwie geklappt. Achtet bei der Unterkunftsuche in den Großstädten wie San Francisco und Los Angeles unbedingt darauf, dass Parkplätze dabei sind, solltet ihr mit dem Auto unterwegs sein.

Venice Beach Roadtrip USA Westküste Nationalparks
Abendstimmung in Venice Beach.

Das war der fünfte und letzte Teil unserers Roadtrips durch den Südwesten der USA. Lasst uns gerne euer Feedback da zu Stationen, Sehenswürdigkeiten, Hotels etc. Wir beantworten auch jederzeit Fragen zu Reise- oder Routenplanung. Die genaue Route mit allen Stationen findet ihr übrigens bei bei Carolin von Travel Shortcut.

Hier geht’s zu den vorigen Teilen:

Roadtrip durch den Südwesten der USA
Teil I – Los Angeles bis Joshua Tree.
Teil II – Vom Grand Canyon bis zum Arches Nationalpark.
Teil III – Vom Bryce Canyon über Zion bis Las Vegas.
Teil IV – Vom Death Valley über Sequoia bis Yosemite.

Alles Liebe wünschen wir euch und bedanken uns ganz herzlich fürs Lesen unseres Reiseberichts Roadtrip durch den Südwesten der USA.

Nora & Patrick <3


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