Allgäu: Nagelfluhkette und Breitachklamm

Reiseziel: Balderschwang, Breitachklamm, Nagelfluhkette, Allgäu Reisezeit: Juni Dauer: Ein Wochenende Reiseart: Kurztrip

Heute nehmen wir euch mit auf unserere Wanderungen rund um Balderschwang in den Allgäuer Alpen und zur Breitachklamm. Um Abstand vom Alltag zu Gewinnen gibt es manchmal einfach nichts besseres, als in die Berge zu fahren. Und zwar auch für Nicht-Alpinisten, wie wir euch in diesem Beitrag zeigen werden.

Genaugenommen sind wir beide keine großen Bergsteiger. Das heißt nicht, dass wir die Berge nicht mögen. Aber wir sind eben auch schon mit Mittelgebirgen wie der Schwäbischen Alb oder dem Bayerischen Wald zufrieden. Wenn man dann in die Alpen fährt, wächst der Anspruch schon etwas. Zum Beispiel gehe ich ungern anspruchsvolle, alpine Wanderwege mit Kletterpartien, wegen meiner Höhenangst. Aber auch das kommt vielleicht demnächst noch.

So oder so, diesesmal sind wir in der Breitachklamm unterwegs, die in unserem Fall zum Glück auch nicht so sehr von Touristen überlaufen war. Am zweiten Tag ging es dann schon auf ein paar mehr Höhenmeter ins alpine Hochmoor der Scheuenalpe hinauf.

Die genaue Route sowie GPS Daten und andere Infos findet ihr übrigens hier: Scheuenrunde sowie Breitachklamm.

Doch zuerst:
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Hütte auf Allgäuer Almwiese in der Nagelfluhkette

Anfahrt und Unterkunft in Balderschwang

Als Ausgangspunkt für unsere Ausflüge haben wir uns Balderschwang ausgesucht. Der Ort liegt mitten im Naturpark Nagelfluhkette uns ist über den Riedbergpass bei Fischen im Allgäu zu erreichen. Balderschwang liegt damit etwas Abseits des allgäuer Massentourismus, da der Pass es recht zeitaufwendig macht, weiter weg zu fahren.

Aber das muss man auch gar nicht, denn es liegen viele tolle Wandermöglichkeiten vor der Türe. Wir hatten leider nur zwei Tage Zeit, die Gegend zu erkunden und haben uns für die Scheuenrunde entschieden.

Übernachtet haben wir im Kräuterhotel Kienle*. Obwohl wir nehmen mussten, was übrig war an Übernachtungsmöglichkeiten (Wir haben kurzfristig über Christi Himmelfahrt gebucht), waren wir super zufrieden mit unserer Unterkunft. Das Hotel wurde kürzlich renoviert und die Zimmer sind sehr ansprechend gestaltet. Auch das Essen war hervorragend und das Preisleistungsverhätlnis für die Saison wirklich gut verglichen mit anderen Hotels in der Gegend.

Wasserfall Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung
Der Scheuenwasserfall.

Über die Scheuenwand

Knapp 14 km und 5:30 h dauert diese Wanderung. Dabei hat man die Möglichkeit einen Abstecher zum Scheuenwasserfall als auch hoch zum Gipfel des Piesenkopfes auf knapp 1800 m zu machen. Beides kann man aber auch nach Belieben auslassen.

Den Wasserfall haben wir mitgenommen, den Piesenkopf dann aber doch wegen schlechten Wetters ausgelassen. Einige andere, härter gesottene Wanderer sind uns aber beim Abstieg entgegengekommen.

Flora Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung

Die Wanderung beginnt ganz gemächlich auf einem breiten Weg, der über einige Kuhweiden bergauf in den Wald hineinführt. Den Wasserfall erreicht man dabei schon nach ca. 2 km. Hier bietet sich auch eine kleine Pause an, bevor es dann weiter an der Scheuenwand hoch hinauf zum Scheuenpass geht.

Der Scheuenpass ist dabei der anstrengendste Teil der Wanderung, denn es geht ziemlich steil bergauf. Trotzdem sind die Höhenmeter hier sehr gut machbar. Der Weg ist wirklich abwechslungsreich und einmal oben angekommen, hat man einen tollen Blick über den Naturpark Nagelfluhkette.

Trotzdem sollte man sich nicht täuschen lassen: Auch im Juni liegt hier oben immer noch einiges an Schnee und wir mussten das ein oder andere Schneefeld überqueren. Auch das Hochmoor war leider nocht nicht ganz so weit. Das nächste Mal würden wir wahrscheinlich im August wiederkommen um die Flora in voller Blüte zu erleben.

Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung
Das Hochmoor ist noch halb im Winterschlaf.

Am Piesenkopf und der Piesenalpe entlang

Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung
Schneefelder bei der Piesen Alpe.

Die Piesen Alpe oben auf der Scheuenwand wir leider nicht mehr bewirtschaftet. Schade, denn gerade hier bietet sich eine ausgedehnte Pause an, vor Allem wenn man vorher noch den Piesenkopf bestiegen hat. Wir haben uns hier nur kurz hingesetzt, zusammen mit einigen anderen Wanderern, die hier Pause gemacht haben.

Dann ging es aber schon wieder weiter, denn inzwischen ist richtiger Regen aufgezogen und es wurde dann doch sehr ungemütlich. Fast wären wir im schlammigen Hochmoor stecken geblieben. Aber wie sagt man so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung.

Hochmoor Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung

Zu unserem Glück war der Regen nur von kurzer Dauer und danach kam tatsächlich wieder die Sonne raus. Genau zur richtigen Zeit, denn so konnten wir den Abstieg geniessen und noch ein bisschen auf der Terasse der Dinigörgen Alpe sitzen. Alternativ kann man die Pause aber auch auf den Ausgangspunkt der Wanderung, die Scheuenalpe, verlegen, denn auch diese ist bewirtet.

Alpenpanorama Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung

Die Breitachklamm

Am zweiten Tag unseres Kurzurlaubes stand der Besuch der Breitachklamm auf dem Programm. Eigentlich hatten wir mit ziemlichen Menschenmassen gerechnet, doch diese blieben zum Glück aus. Wir waren allerdings auch früh dran und das Wetter war eher mittelmäßig. Gegen Mittag hat sich die Klamm dann aber doch deutlich gefüllt.

Der Großteil der Breitachklamm ist hervorragend ausgebaut und sogar mit Kinderwagen begehbar. Wenn man alleine unterwegs ist, dann ist die Atmosphäre und die Natur wirklich spektakulär. Allerdings gibt es dieses Naturschauspiel nicht umsonst: Der Eintritt in die Breitachklamm kostet Erwachsene € 4,50 und Kinder € 1,50. Dazu kommen € 3,00 Parkgebühr pro PKW.

Kuhweide Breitachklamm Allgäu
Allgäuer Weidekuh vor dem Eingang zur Breitacklamm.
Breitachklamm Allgäu
Breitachklamm Allgäu

Beim Felssturz von 1995 führt eine Treppe nach Oben aus der Klamm heraus. Man kann hier allerdings auf einer Metallbrücke die Breitach queren und auf der anderen Seite weiter gehen und kommt bald an einem Feld voller Steinpyramiden vorbei.

Steinpyramiden Breitachklamm Allgäu
Breitachklamm Allgäu
Breitachklamm Allgäu

Wer möchte kann sich bei der nächsten Gelegenheit rechts halten und den Hang hinaufwandern. Dabei quert man zunächst die Müllers Alpe, die ebenfalls bewirtschaftet ist und zu einer Pause einlädt. Wer aber lieber noch warten möchte, kann sich auch bis zur Alpe Dornach kurz vor dem Ausgangspunkt der Wanderung gedulden, dei ein wirklich klasse Panorama sowie eine große Sonnenterasse bietet.

Breitachklamm Allgäu
Breitach Klamm
Scheuenalpe Allgäu Nagelfluhette Wanderung
Auf dem Weg zur Alpe Dornach.

Unser Fazit: Obwohl das Wetter zwar etwas wechselhaft war, hatten wir ein richtig tolles Wochenende. Die Scheuenrunde ist eine abwechslungsreiche Wanderung, bei der man tolle Landschaften und einzigartige Natur sehen kann. Trotzdem ist der Anspruch eher moderat und erfordert kein besonderes Können oder Kondition. Toll ist auch, dass es mit der Dinigörgen Alpe sowie der Scheuenalpe zwei tolle Einkehrmöglichkeiten auf der Tour gibt. Der Besuch des Wasserfalls sowie die Möglichkeit, auf den Piesenkopf hochzusteigen, machen das ganze nochmal spannender.

Die Breitachklamm ist ein absoluter Allgäuklassiker und Touristenmagnet. Wir waren gegen 10 Uhr morgens an einem Samstag da und hatten die Klamm fast für uns alleine. Es war zwar bewölkt, aber nicht wirklich regnerisch. Ein bis zwei Stunden später kamen dann aber die Touristenmassen. Da waren wir zum Glück aber schon so gut wie durch. Die Klamm ist wirklich toll und auf jeden Fall einen Besuch wert, aber vergesst nicht, dass sowohl Parkplatz als auch Eintritt kostenpflichtig sind.

Man kann den Weg durch die Klamm wieder zurück gehen oder alternativ den Panoramaweg über die Alpe Dornach zurückgehen.


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