Geheimtipp Umbrien – 8 Gründe warum die italienische Provinz auf deine Bucketlist muss

Umbrien ist Italiens einzige Binnenregion. Das heisst, Umbrien hat keinen direkten Küstenanschluss. Wer sich davon jedoch abhalten lässt, der unterschätzen Region einen Besuch abzustatten, der verpasst vielleicht den besten Italien-Urlaub seines Lebens.

Alter Fiat 500 in den Gassen der Altstadt Orvieto in der Region Umbrien.

Denn Italien hat viel mehr zu bieten als nur Rom, Venedig und Bibione. Da Umbrien eine eher unbekannte Region ist, hält sich auch der Tourismus nach wie vor in Grenzen und man kann vielerorts noch das ursprüngliche Italien erleben. Kulinarisch wartet Umbrien mit Trüffel- und Wildspezialitäten ebenso auf wie mit aufregenden Ausflugsmöglichkeiten. Umbrien ist daher auch für Familien mit Kinder ein tolles Reiseziel, denn hier lassen sich Kultur und Abenteuer gut verbinden.

Auch Bedenken wegen Covid-kann man getrost hinter sich lassen, wenn man sich eines der urigen italienischen Bauernhäuser in den weitläufigen Bergen des Appenin mietet. Hier hat man unberührte Natur ohne eine Menschenseele ganz für sich.

Aber genug geschwärmt: Lest weiter, wenn ihr ganz konkret erfahren wollt, warum sich eine Reise nach Umbrien für euch auf jeden Fall lohnt. Viel Spass!

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Unser Tipp: DuMont Reiseführer Umbrien*

Wanderführer Umbrien*

In Umbrien kann man Italien noch abseits des Massentourismus erleben. Erfahre hier 8 Gründe, warum sich eine Reise nach Umbrien auf jeden Fall lohnt und welche Highlights dich erwarten.

1. Umbrien – Urlaub abseits des Massentourismus

Umbrien steht nach wie vor im Schatten der beliebten Nachbarregion Toskana. Doch das ist für uns nur von Vorteil. An Schönheit und Abwechslung steht Umbrien der Toskana nämlich in nichts nach, dafür wälzen sich hier deutlich weniger Touristenmassen an den Sehenswürdigkeiten vorbei.

Restaurantbesuche sind kein Problem, eine Reservierung ist oft nicht erforderlich oder auch kurzfristig möglich. Lange Schlangen vor Hauptattraktionen haben wir nie gesehen. Das Leben in den Innenstädten ist zwar typisch italienisch trubelig, aber nicht überlaufen.

Treppe hinunter zum Ristorante Il Giurista in Perugia
Frühstückstisch im Gartenvor umbrischen Landhaus im Appenin Gebirge.

Wer es besonders abgelegen mag, der sucht sich am besten ein Häuschen oder eine Herberge in den umbrischen Hügeln des Appenin. Angebote gibt es dazu reichlich.

Ausblick auf die umbrische Provinz von der Etruskerstadt Orvieto.

2. Kulinarik – Dolce Vita in Umbrien

Auch kulinarisch steht Umbrien dem Rest Italiens in Nichts nach, wenn es seine Nachbarn nicht sogar in der ein oder anderen Hinsicht übertrifft.

Denn Umbrien wartet mit ganz besonderen Spezialitäten auf. So sind Trüffel zum Beispiel typisch für die Region und auch relativ günstig im Supermarkt zu bekommen. Auch Restaurants bieten in der Regel Trüffel-Gerichte an. Wer möchte, kann sich auch selbst auf die Suche machen. Entweder in Eigenregie oder auf einer geführten Wanderung kann man das schwarze Gold auch selber suchen.

Trüffelpastete im Restaurant Il Giurista in Perugia.
Frühtstück in Umbrien vor altem Landhaus mit Melone und Schinken.
Abendliches Beisammensein in Umbrischen Landhaus mit Wein und Kerzenlicht.

Typisch italienische Spezialitäten dürfen natürlich auch nicht fehlen, wie zum Beispiel richtiges Tiramisu oder Antipasti. Auf deutsch bedeutet Tiramisu übrigens so viel wie „zieh mich hoch“.

Frau schneidet die umbrische Spezialität Porchetta in Scheiben. Porchetta ist eine Art mit Kräutern gefüllter Schweinebraten.

Eine weitere umbrische Spezialität ist Porchetta, eine Art Schweinerollbraten, gefüllt mit Kräutern und gegrillt am Spiess.

Dazu noch ein passender umbrischer Wein, was will man mehr?

3. Auf dem Franziskusweg nach Assisi

Wer Umbrien wirklich erleben will, der kommt an einem Besuch in der berühmten Stadt Assisi nicht vorbei. Für Sportliche ist übrigens der Franziskusweg eine spannende Alternative zum Jakobsweg.

Ebenfalls ein Pilgerweg, ist der Franziskusweg viel weniger begangen und führt euch von Florenz durch den Appenin bis nach Assisi.

Tipp: Wanderführer Franziskusweg*

Offizielle Seite des Franziskusweges.

Die Kathedrale von Assisi in der Mittagssonne

Die Basilica San Francesco ist ein berühmtes Wahrzeichen der mittelitalienischen Stadt Assisi und ein Touristenmagnet. Hier kann man auch die weltberühmten Freskenmalereien des Malers Giotto di Bondone bewundern, eine der größten Kostbarkeiten Italiens. Aber aufgepasst: Im katholischen Italien dürchen Frauen nur mit bedeckten Schultern und Beinen in die Kirche. Man halte davon was man wolle.

Balkon mit blauen Fensterläden von umbrischen Stadthaus in der Franziskusstadt Assisi.
Italienische Altstadt von Assisi mit Mofafahrer und Touristen.

Wer es mit Kirchen nicht so hat, der flaniert am besten durch die mittelalterliche Altstadt Assisis. Bummeln, Eisessen und den Ausblick geniessen, so kann man es schon aushalten. In der Nähe gibt es übrigens auch beliebte Thermen, die haben wir allerdings nicht ausprobiert.

Italienische Altstadt von Assisi.

4. Umbriens Bergwelt erleben: Die Appeninen

Wer raus in die Natur möchte, dem sei das Wanderwege Netz in der umbrischen Bergwelt sehr ans Herz gelegt. Über altes Vulkangestein und durch Olivenhaine kann man hier an Bachläufen entlang sogar durch richtige Palmenwälder wandern.

Wer Abends dann den Blick über die umbrischen Hügel schweifen lässt, der will gar nicht mehr weg.

Umbriens Hügel in der Abenddämmerung mit Nebel.
Umbrien - Blick auf die Ausläufer des Appenin in der Abenddämmerung.

Die Felsformationen aus alter Lava laden zum Klettern ein.

5. Perugia, die unteriridische Stadt

Peruiga ist die offizielle Hauptstadt der Region Umbrien, Partnerstadt Tübingens und berühmte Universitätsstadt. Dank einer ausgeklügelten Stadtplanung findet man in Perugia so gut wie keinen Autoverkehr. Perfekt zum flanieren und entspannen.

Tipp: Wer mit dem Auto anfährt, der parkt am besten auf dem großen Parkplatz in Pian di Massiano (kostenlos). Von dort aus kommt man mit der Minimetro bis hinauf in die Altstadt. Die Minimetro ist eine Zahnradbahn und macht auch Kindern sehr viel Spass. Tolle Ausblicke über die Stadt gibt’s gratis dazu.

Gasse mit vielen Menschen in der Altstadt von Perugia, Umbrien.
Palazzo dei Priori - ein altes umbrisches Gebäude in Peruiga aus Zeiten der Etrusker.
Leere Gasse in der Altstadt von Perugia, Umbrien.

Aber Perugia birgt auch einige Geheimnisse. So befindet sich unter der sichtbaren Stadt noch eine fast vollständig erhaltene, unterirdische Stadt, welche im Mittelalter verschüttet wurde. Inzwischen kann man diesen Teil Perugias wieder besuchen und genauso herumspazieren wie oben. Sogar Geschäfte und Galieren befinden sich dort.

Unterirdisches Gewölbe der Etruskerstadt unter der Rocca Paolina.
Unterirdisches Gewölbe der Etruskerstadt unter der Rocca Paolina.
Unterirdisches Gewölbe der Etruskerstadt unter der Rocca Paolina.

6. Umbrischer Landhaus-Flair

Wir haben es schon ein paar mal erwähnt: In Umbrien gibt es sehr viele alte, alleinstehende Bauernhäuser mit großen Gärten und dicken Gemäuern.

Einige sind zu Hotels und Herbergen umgebaut, andere kann man als Ferienhäuser mieten.

Von sehr abgelegen bis halbwegs zentral ist alles dabei. Ein richtiger Pizzaofen darf natürlich auch nicht fehlen. Abends geniesst man auf der Terasse ein Glas Wein, beobachtet Glühwürmchen, Fledermäuse oder die Sterne und geniesst die warme, italienische Sommerluft.

Altes umbrisches Bauernhaus aus Steinen mit wildem garten und Lavendel.
Umbrien - Blick auf die Ausläufer des Appenin in der Abenddämmerung.
Wohnzimmer mit roten Steinwänden und großem Kamin in altem Umbrischen Bauernhaus.

Auch bei Regen lässt es sich in so einem alten Bauernhaus gut aushalten.

Altes umbrisches Bauernhaus bei Nacht.
Pizzaofen auf altem Landgut in der italienischen Region Umbrien.

7. Die Etruskerstadt Orvieto

Wer Italien und Umbrien nochmal so richtig authentisch und hautnah erleben möchte, der sollte sich das Städtchen Orvieto nicht entgehen lassen.

Orvieto liegt erhaben auf einem Tuffsteinplateau und ist schon von Weitem sichtbar. Auch hier parkt man unten am Fuß der Stadt und fährt mit der Zahnradbahn nach oben.

Highlights in Orvieto sind unter anderem der Dom Santa Maria, die wunderschöne Altstadt, der Torre del Morro (toller Ausblick über die Stadt) sowie die Tuffstein Weinkeller, die auch besichtigt werden können.

Unser persönliches Hightlight war wohl der Pozzo San Patrizio, ein alter etruskischer Brunnen, aus dem das Wasser früher mit Eseln an die Oberfläche gebracht wurde.

Die Etruskerstadt Orvieto auf ihrem Tuffsandstein Plateau.
Gasse mit Grünpflanzen und Treppe in der Altstadt der umbrischen Stadt Orvieto.
Blick auf den Dom Santa Maria und die Altstadt von Orvieto.
Alter etruskischer Weinkeller in den Tuffsteingewölben Orvietos.
alter Weinkeller der in den Tuffstein gebaut wurde.
Treppenhaus des Torre del Morro in Orvieto mit Frau.
Treppenhaus des Torre del Morro.
Alter etruskischer Brunnen Pozzo San Patrizio in Orvieto.
Pozzo San Patrizio, ein alter etruskischer Brunnen, der besichtigt werden kann.

8. Gubbios abenteuerliche Seilbahn

Abenteuer mit italienischem Flair verbindet das kleine Städtchen Gubbio. Hier gibt es eine einzigartige Konstruktion, nämlich die Funivia Colle Eletto.

Dabei handelt es sich um eine Seilbahn ohne geschlossene Kabinen. Stattdessen hängen an den Seilen kleine Körbchen, in denen man stehend bis hinauf in die Berge über Gubbio transportiert wird. Nur trauen muss man sich halt.

Blick auf Gubbio in der Region Umbrien.
Seilbahn in Guibbio Funivia Colle Eletto, bei der man in einem Korb stehend transportiert wird.
Funivia „Colle Eletto“
Palazzo dei Consoli in Gubbio.
Italiensche Trattoria in Gubbio, Umbrien.

Fazit: Das authentische Italien erleben

Der letze und vielleicht wichtigste Grund, warum ihr Umbrien bei eurem Italienurlaub nicht einfach übergehen solltet: Hier kann man noch das ursprüngliche Italien erleben.

Dolce Vita wie man es sich vorstellt: Hitzeflimmern, Eisessen, Altstadtflair, laue Sommerabende mit Freunden, guten Wein und hervorragendes Essen.

Und das alles unverfälscht ohne die typischen T-Shirt Läden mit Tourismus Krimskrams, überteuerte Eintritte und Warteschlangen und in den Restaurants bekommt man noch echte, einheimische Spezialitäten ohne Touristenzuschlag.

Wart ihr schon mal in Umbrien und wenn ja, wie hat es euch gefallen? Haben wir vergessen, etwas wichtiges aufzulisten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare oder schickt uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

In Umbrien kann man Italien noch abseits des Massentourismus erleben. Erfahre hier 8 Gründe, warum sich eine Reise nach Umbrien auf jeden Fall lohnt und welche Highlights dich erwarten.
Abendliches Beisammensein in Umbrischen Landhaus mit Wein und Kerzenlicht.
Altstadt von Assisi mit italienischem Auto und Sonnenschein.
Olivenzweig in Umbrien.

Auch interessant: Urwälder und alte Mühlen im Schwäbisch-Fränkischen Wald


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2 Kommentare

  1. 8. Juli 2020 / 15:27

    Okey ihr beiden, schon mit dem ersten Bild (mit dem kleine roten Auto) habt ihr mich gecatcht! Wie wunderschön ist Umbrien bitte? Ich bin gerade total begeistert! Auch die Bilder unter 4. – einfach nur wow! Okey, wenn ich ehrlich bin liebe ich alle Bilder!
    Genauso stell ich mir Italien vor!
    Deshalb vielen Dank für diesen wundervollen Einblick!

    Umbrien kommt auf jeden Fall unsere Liste!
    Danke dafür!

    Liebe Grüße aus dem Schwabenland
    Anna

    • Nora
      Autor
      10. Juli 2020 / 20:27

      Hi Anna,

      Wie schön, dass du mal auf unserem Blog vorbeischaust 🙂
      Ihr habt auch immer sooo tolle Bilder.
      Aber vielen Dank für die lieben Worte.

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