Fernweh,  Roadtrip Südwesten USA

Roadtrip USA – Mietwagen Guide

Ihr seid euch nicht sicher, was es beim Mieten eines Fahrzeuges in den USA zu beachten gibt? Dann hilft euch hoffentlich unser USA Mietwagen Guide weiter, denn hier listen wir euch alle Fallstricke und versteckten Gebühren auf, inklusive Checkliste.

Bei vielen Punkten lässt sich ordentlich Geld sparen und nicht alles was zum Fahrzeug zusätzlich angeboten wird, braucht man tatsächlich. Auch findet ihr hier eine Übersicht über die notwendigen und sinnvollen Versicherungen.

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Mietwagen für unseren USA Roadtrip auf dem Weg Richtung Yosemite im Sonnenuntergang.

USA Mietwagen Guide: Checkiste Vorbereitungen

Bevor ihr euch aktiv auf die Suche nach einem geeigneten Mietwagen macht, sollte ihr vorab schon mal die folgenden Fragen klären. Später hilft euch das dabei, die richtigen Filter für euer Auto zu setzen und mögliche Fallstricke bei der Anmietung zu umgehen.

  • Wo möchte ich mein Fahrzeug anmieten, wo wieder abgeben? Sind Ort der Anmietung und Abgabe identisch oder unterschiedlich? Wenn ja, wird eventuell ein One-Way-Fee fällig.
  • Wieviele Meilen bzw. Kilometer werde ich ungefähr fahren? Viele Mietwägen sind nur so günstig, weil die erlaubten Kilometer begrenzt sind.
  • Welche Bundestatten werden dabei durchquert? Nicht bei jedem Anbieter darf man in jeden Bundesstaat oder in angrenzende Nachbarländer fahren.
  • Benötige ich Extras, wie z.B. Navigation, Kindersitz oder Allradantrieb?
Roadtrip USA Mietwagen Guide: Bulli in San Diego unter Palmen.

Diese Fahrzeuge eignen sich für eine USA Reise

So wie bei jeder guten Reiseplanung sollte ihr euch zuerst überlegen, welche Faktoren euren Reisestil am meisten beeinflussen. Legt ihr wert auf einen gewissen Komfort? Ist euer Budget eng bemessen oder flexibel? Wieviel Zeit werdet ihr insgesamt im Auto verbringen und müsst ihr vielleicht sogar darin schlafen?

Davon hängt am Ende ab, ob euch ein Ford Fiesta für 35 € am Tag reicht oder ob es doch eher ein die Luxusklasse mit viel Platz sein darf. Denkt daran, dass ihr nicht nur euch, sondern auch sämtliche Koffer und Gepäck aller Mitreisenden unterbringen müsst.

Dabei muss ein großes Auto nicht zwingend teurer sein. Oftmals gibt es auch günstige Angebote bei den Mittelklass SUVs.

Es reicht, wenn ihr euch Anfangs auf die ungefähre Kategorie einigt, also Kleinwagen, Familienwagen, Mittelklasse SUV usw. Eine Garantie, bei der Abholung auch das Wunschmodell zu bekommen, gibt sowieso fast nie.

Roadtrip USA Mietwagen Guide: Unser Mietwagen im Sequoia Nationalpark unter einem riesigen Baumstamm.

Suchkriterien und die richtigen Versicherungen

Jetzt geht es an die Online Suche nach dem passenden Fahrzeug. Einen guten Überblick liefern dabei erstmal Portale wie Check24 oder billiger-mietwagen. Hier könnt ihr sehen, was der Markt für euren Reisezeitraum gerade so hergibt und wo ihr euch preislich ungefähr bewegt.
Damit ihr nur Angebot angezeigt bekommt, die euch hinterher keinen Ärger bescheren, ist es wichtig, die richtigen Filter zu setzten. Dann sind alle wichtigen Faktoren, die euch einen reibungslosen Reiseverlauf garantieren, auf jeden Fall berückschtigt:

  1. Station im Terminal oder in der Stadt:

    Seid ihr nach eurer Landung direkt auf ein Fahrzeug angewiesen? Wer nach New York fliegt und erstmal ein paar Tage die Stadt besichtigen möchte, brauch dafür noch kein Geld für einen Mietwagen zu bezahlen. Die Infrastruktur der öffentlichen Vekehrsmittel ist hervorragend. Anders ist es eventuell in LA. Hier ist man deutlich entspannter unterwegs, wenn man schon am Flughafen sein Fahrzeug abholen kann.
    Gute Erfahrungen haben wir auch mit den Shuttle Bussen gemacht, die einen recht unkompliziert zur Abholstation bringen, sollte diese etwas entfernt vom Flughafen liegen.

  2. Ohne Selbstbeteiligung/ Erstattung der Selbstbeteiligung:

    Eine Grundregel, die wir wirklich IMMER befolgen, ist die Anmietung mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Das hat bisher ausnahmslos dafür gesorgt, dass wir völlig ohne Probleme unsere Mietwägen abgeben oder umtauschen konnten und keinerlei Scherereien wegen irgendwelcher Kratzer oder angeblichen Mängel hatten.
    Wer glaubt, es wird schon alles gut gehen, dem sei gesagt, dass wir bisher sowohl eine Reifenpanne als auch einen Auffahrunfall in den USA hatten, obwohl wir in Deutschland völlig unfallfrei unterwegs sind.
    In beiden Fällen konnten wir den Wagen bei der nächsten Station abgeben und haben sogar ein Upgrade bekommen. Und das ohne jegliche Diskussion.
    Auch im Urlaub lassen sich eben nicht alle Missgeschicke verhindern, aber man kann immerhin dafür sorgen, dass die Konsequenzen nicht den Rest der Reise vermiesen.

  3. Glas-, Reifen- und Unterbodenschutz:

    Macht für uns immer dann Sinn, wenn man vorhat auf unbefestigten Straßen unterwegs zu sein. Das kann einem in den USA auch unvorhergesehen passieren, denn gerade in den entlegeneren Regionen sind Straßen nicht zwingend geteert und befestigt.
    Auch auf Google Maps werden diese Straßen ganz normal angezeigt. Hir besteht tatsächlich gefahr, den Unterboden zu beschädigen.
    Achtung: Manche Mietwagenanbieter schließen das Fahren auf unbefestigten Straßen aus. Wie das allerdings im Einzelfall kontrolliert werden soll, ist uns ehrlich gesagt ein Rätsel. Sollte man jedoch einen Unfall auf solch einer Straße haben und auch noch abgeschleppt werden müssen, kann es sehr teuer werden.

  4. Hafpflicht mit mind 1 Mio USD Deckungssumme:

    Während die Vollkasko Schäden am Fahrzeug abdeckt, sorgt die Haftpflich tVersicherung dafür, dass durch den Fahrer verursachte Schäden an Gegenständen und Personen übernommen werden, die sich nicht im Auto befinden.
    In den USA ist es oftmals möglich, Fahrzeuge mit sehr niedrigen Deckungssummen anzumieten die den tatsächlich entstandenen Schaden (es geht hier unter Umständen um Menschenleben) nicht ausreichend decken und den Fahrer im schlimmsten Fall finanziell runieren können.
    Eine Deckungssumme von 1 Mio ist in der Regel ausreichen aber auch ein absolutes Muss um sicher unterwegs zu sein.

  5. Allrad-Antrieb oder 4×4

    Ein meist recht teuerer Faktor bei der Mietwagenwahl ist der Allradantrieb. Wenn ihr auf den verzichtet, könnt ihr eine Menge Geld sparen.
    In den meisten Fällen werdet ihr keinen Allradantrieb brauchen, außer ihr seid wirklich offroad im Wüstensand unterwegs, was die meisten Anbieter sowieso untersagen. Hier ist also Vorsicht geboten, ihr könntet euren Versicherungsschutz verlieren.
    Trotzdem gibt es in den USA natürlich die Möglichkeit auch ins Backcountry auf unbefestigten Straßen zu fahren. Falls ihr dorthin Ausflüge unternehmt, erkundigt euch vorher ob 4×4 empfohlen wird.
    Denkt daran, dass bei Regenbrüchen unbefestige Straßen für Zweiradantriebe schnell unbefahrbar werden können.

Habt ihr all diese Faktoren bei der Wahl eures Mietwagenangebots berücksichtigt, seid ihr sicher unterwegs und müsst euch eigentlich keine Sorgen machen. In der Regel werdet ihr vor Ort nochmals gefragt, ob ihr eine Zusatzversicherung abschließen wollt. Diese sind so gut wie immer unnötig, spart euch das Geld lieber für andere Unternehmungen 😉

USA Roadtrip Mietwagen Guide

Straße im Sequoia Nationalpark gesäumt von Mammutbäumen.

Zuverlässige Mietwagenanbieter

Inzwischen gibt es einfach unzähige Mietwagen anbieter und wie so oft, ist der günstigste meistens jemand, von dem man noch nie zuvor gehört hat.

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Sixt, Hertz und Alamo gemacht. Auch bei Budget und Sunny Cars wird man zumindest nicht böswillig über den Tisch gezogen.

Grundsätzlich haben wir noch von keinem Mietwagen Anbieter richtige Schauergeschichten gehört.

Wir mieten, sogern möglich, unsere Fahrzeuge nur noch über Sixt, weil wir dort jedesmal sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Oftmals sind die Preise nur geringfügig teurer als andere Angebote und die oben genannten Versicherungsleistungen sind schon inkludiert.

Besonders attraktiv ist SIXT, wenn man im Besitz der Aktien ist. Dann gibt es den „Shareholder-Tarif„, mit dem man nochmals gute 15% des Mietpreises sparen kann. Der Shareholder Tarif steht nicht auf der Website, man kann ihn aber direkt bei Sixt anfragen.

Einen sehr guten Guide, wie man in den Genuss des Shareholder Tarifs kommen kann, findet ihr bei Mietwagen-Klassen.

Aber Achtung: Auch wir hätten es fast übersehen, doch SIXT schließt tatsächlich das Fahren in einigen Bundesstaaten aus. So sind zum Beispiel Montana und Idaho exklusive.

Warum das so ist, konnten wir nicht herausfinden, wir glauben aber, dass es mit der Filialabdeckung in diesen Bundesstaaten zu tun hat.

USA Mietwagen Guide: Airstream Trailer im Joshua Tree Nationalpark.

Wohnmobil auf Straße im Escalante National Monument.

Roadtrip USA Mietwagen Guide

Alter der Fahrer und Zweitfahrer

In den USA kann man Autos in der Regel ab 21 Jahren mieten. So ist das unserer Erfahrung auch in den meisten europäischen Ländern. Nur im Staat New York kann bereits ab 18 Jahren angemietet werden.

Grundsätzlich ist das Eintragen von Fahrern unter 25 aufgrund der fehlenden Fahrpraxis sehr teuer und kann schnell mal den doppelten Mietpreis betragen. Checkt also vorher, ob nicht jemand älteres den Wagen fahren kann und ihr so Geld spart.

Die meisten von euch werden zu zweit oder in kleinen Gruppen unterwegs sein. Gerade wenn ihr lange Etappen plant, solltet ihr auf jeden Fall einen Zweitfahrer dazu buchen. So kann jeder mal entspannen und die Aussicht geniessen.

Tipp: In Kalifornien ist ein Zweitfahrer gesetzlich vorgeschrieben. Das heisst, dieser ist bei der Anmietung IMMER inklusive und ihr müsst nichts zusätzlich bezahlen.

USA Mietwagen Guide: Volvo auf einsamer Straße in Utah.

Internationaler Führerschein: Notwendig oder nicht?

Grundsätzlich sollte man in den USA den internationalen Führerschein immer dabei haben. Es gibt zwar keine offizielle Pflicht, trotzdem kann gerade bei der Mietwagenabholung danach gefragt werden. Oder so wird es jedenfalls erzählt.

Von uns hat noch nie jemand den internationalen Führerschein sehen wollen. Weder der Autovermieter noch die Polizei haben jemals danach gefragt. Die meisten sind eher verwirrt, wenn man ihnen das komische Dokument unter die Nase hält.

So oder so, der internationale Führerschein ist sehr leicht zu beantragen und kann normalerweise direkt nach der Beantragung mitgenommen werden. Die Gebühr beträgt ca. 24€ (Stand Februar 2020).

Achtung: Der Internationale Führerschein ist nur in Kombination mit dem deutschen Führerschein gültig. Diesen muss man auf jeden Fall dabeihaben.

Zwei gelbe Mustang Cabrios im Death Valley.

USA Mietwagen Guide

One-Way-Fee

Wer von Küste zu Küste fährt (also z.B. New York – L.A.) oder wie wir von New York nach Miami, muss höchstwahrscheinlich einen so genannten „One-Way-Fee“ begleich.

Dabei handelt es sich um eine nicht unerhebliche Gebühr, die den Aufwand des Vermeiters, den Wagen wieder zurückzuholen, ausgleichen soll.

In unserem Fall waren das damals 600 €, also bei Weitem kein Pappenstiel. Oftmals hängt die Höhe des One-Way-Fees allerdings von der Kombination aus Vermieter und Veranstalter ab.

Uns hat damals der Kundenservice von billiger-mietwagen sehr geholfen, eine Verbindung zu buchen, bei der diese Gebühr nicht anfällt. Dafür auch heute noch ein herzliches Dankeschön und natürlich ein großes Lob.

Solltet ihr also keine Verbindung ohne One-Way-Fee finden können, setzt euch einfach mit dem Kundenservice eures Vergleichsportals in Verbindung oder mit dem Vermieter direkt. Oft findet sich eine günstigere Lösung.

USA Roadtrip Guide: Pitstop mit unserem Mietwagen im Escalante National Monument.

Welche Mietwagen Extras machen Sinn?

Bei der Buchung eures Mietwagens werden euch in der Regel eine Reihe von Extras angezeigt, die ihr zu eurem Fahrzeug dazubuchen könnt.

Navigationssystem

Braucht man unserer Meinung nach nicht wirklich, wenn man ein Smartphone mit sich führt. Das wird bei den meisten von euch der Fall sein. Wenn ihr die Offline-Funktion von Google Maps nutzt, wisst ihr Dank GPS auch ohne mobile Daten immer wo ihr gerade seid und wo es hingehen soll.

Wer wirklich absolut sicher gehen will, nimmt sich eine „analoge“ Roadmap mit, die man z.B. beim ADAC bekommt. Wir finden die Orientierung in den USA eigentlich sehr einfach und meistens reicht es, der Straßenbeschilderung zu folgen.

Ein Navi im Auto ist für uns Luxus, aber keine Notwendigkeit.

Kosten: ca. 10 €/ Tag

Tankfüllung inklusive

In den USA kann es vorkommen, dass ihr die Option habt, eueren Mietwagen mit leerem Tank zurückzugeben. Manchma ist die Tankfüllung tatsächlich schon im Mietpreis enthalten, das ist natürlich optimal.

Unter Umständen müsst ihr aber auch dafür bezahlen, dass euer Auto vom Vermieter aufgetankt wird. Diese Kosten dafür übersteigen in der Regel den Wert des tatsächlich benötigten Treibstoffs. Wir nutzen dieses Extra eigentlich nie und tanken lieber selbst kurz vor der Rückgabe.

Kosten: ca. 80 € pro Tankfüllung

Kindersitz

Eigentlich selbstverständlich: Wer ein Kind dabei hat, das noch eine Sitzerhöhung benötigt, muss diese mit dazu buchen. Denn im Flugzeug mitnehmen ist umständlich und wahrscheinlich für die meisten wenig attraktiv.

Kosten: Ca. 3 €/ Tag


Ihr seht also, einen Mietwagen in den USA (aber auch sonstwo) zu mieten, ist zwar nicht ganz trivial, aber eigentlich auch kein Hexenwerk. Wenn ihr die obigen Punkte beherzigt, seid ihr sicher und günstig unterwegs und braucht euch bei der Abgabe eures Fahrzeuges keine Gedanken übet etwaige Probleme machen.

Wir wünschen euch eine gute Fahrt!

Hat euch unser USA Mietwagen Guide weitergeholfen oder habt ihr noch Fragen? Meldet euch in den Kommentaren, wir helfen euch gerne weiter.

Auch interessant: Roadtrip durch den Südwesten der USA


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